Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt Schwaz
Kleinode und Kraftorte

Die Schwazer Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt ist der größte und bedeutendste gotische Sakralbau Tirols. Das mächtige Gotteshaus ist ein Baudenkmal von außergewöhnlicher künstlerischer Qualität und ein wichtiges kultur- und sozialgeschichtliches Dokument aus dem Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.


Ein gewaltiger wirtschaftlicher Aufschwung wurde durch den seit 1420 am Falkenstein und an der Alten Zeche erneut betriebene Bergbau (Silber und Kupfer wurden dem Berg entlockt) ausgelöst. Dies veränderte die soziale Struktur in und um Schwaz von Grund auf. Aus einem reinen Bauernland wurde ein Industriezentrum, wo Bergknappen, Schmelzer und Bergwerksunternehmer (Gewerken) "herrschten". 1460 erreichte die Bevölkerung der Stadt Schwaz schon 3000 Einwohner und damit konnte man sich auch im kirchlichen Bereich nicht mehr mit dem kleinen Liebfrauenkirchlein, das nur für einige hundert Gläubige ausreichte, begnügen.

Nach einem Brand in 1429 wurde die alte Liebfrauenkirche erweitert und 1432 neu eingeweiht. 1460 wurde mit der Grundsteinlegung begonnen und der Bau wurde durch große Zuwendung der Gewerken gefördert - vor allem durch Ludwig Meutinger von Augsburg, der durch einen Darlehensvertrag mit Erzherzog Sigmund Schwazer Silber zu einem Vorzugspreis erhielt. Die Weihe der unvollendeten Kirche mit vier Altären erfolgte bereits am 6. März 1465. 1478 wurde mit dem Setzen des Schlusssteins die Vollendung der Wölbung der Kirche gefeiert. An der Fertigstellung des Chores arbeiteten der Parlier und die Gesellen Meister Gilgs, Jörg Kayer, Peter Kaspar und Michael Saltarfer in der Zeit von 1476 bis 1478.

Für die Fenstermaßwerke brachte Meister Gilg im Jahr 1478 noch einmal 112 Stück Sandstein aus Mittelwald mit. Die große, neue Orgel wurde in der Zeit von 1476 und 1483 von Orgelbauer Meister Wolfgang Leonhard errichtet und der Gießer Melser von Hall lieferte die Uhrglocke für den Turm.

Die Maler- und Bildhauerkunst in Schwaz hielt noch nicht Schritt mit der Baukunst. Als einzigen, in Schwaz ansässigen Maler nennen die Urkunden Hans Maler, der 1476/1477 für Arbeiten 10 Gulden erhielt. Ebenso vergoldete er von 1477 bis 1483 die neue Orgel der Liebfrauenkirche.
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Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt  Schwaz

Kontakt

Name:Pfarrkirche
Straße/Nr.:Franz-Josef-Straße
Postleitzahl:6130
Ort:Schwaz
Telefon:+43(0)5242/62258
E-Mail:info@silberregion-karwendel.com
Homepage:www.silberregion-karwendel.com

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