Bärenmarsch

Dem letzten Bären auf der Spur
Wander-Event „Bärenmarsch“ im Karwendel

Die Bären sind los … äh, nein, die Läufer, Wanderer und Biker sind los, wenn der „Bärenmarsch“ startet. Und das auf geschichtsträchtigem Boden: Es war ein junger Adeliger, nämlich Graf Thun-Hohenstein, der den letzten heimischen Bären im Tiroler Karwendel zu Fall brachte. Der Gedenkstein – in Form eines ruhenden Bären – erinnert an der sogenannten Bärenrast an diesen 14. Mai 1898. Seither gibt es keine Bären mehr im Stallental bei Schwaz in der Silberregion Karwendel. Nur Bär Bruno schaute auf seiner Wanderung nach Bayern, wo er erlegt wurde, kurz vorbei. Ortsbezeichnungen wie der Gipfel „Bärenkopf“, die „Bärenrast“ etc. erinnern an das historische Ereignis. Und der „Bärenmarsch“ wurde ins Leben gerufen.

Läufer, Biker oder Genusswanderer?
Auf zwei Rädern oder zwei Beinen setzt sich alles in Bewegung. Die einen schneller, die anderen gemütlicher. Bei der Familienwanderung geht es nicht um Bestzeiten – die lag übrigens beim Laufwettbewerb bei 35 Minuten – sondern um das Erlebnis. Schließlich verkürzt die lustige Schnitzeljagd zumindest zeitlich den Weg für die kleinen Wanderer. 6,8 Kilometer und 560 Höhenmeter sind bei der Lauftrophy bis zum Ziel Stallenalm zu bewältigen, die Etappe für Genusswanderer ist kürzer. „Für jeden schaffbar“, weiß Initiator Christian Gspan vom Veranstalter Wintersportverein Vomp, der den Bärenmarsch wiederbelebte. Letztes Jahr zählte man bereits über 300 Teilnehmer. „Wir sind fanatische Bergläufer und wollten diesen über viele Jahre traditionellen Marsch nicht sterben lassen“, erklärt Gspan.